Ron Williams


„Er ist mein Vorbild – mein Idol!“ bekennt Ron Williams. Der in München lebende Entertainer hat sich wie kaum ein anderer mit dem Soul-Übervater auseinander gesetzt. Die SWEET SOUL MUSIC REVUE ist besonders stolz darauf, Ron Williams – The Spirit of Ray Charles – präsentieren zu können.

Der durch seine Fernsehauftritte berühmte Star ist von dem Konzept, den Künstlern und der Musik der SWEET SOUL MUSIC REVUE fasziniert. Trotz vieler anderer Verpflichtungen (z. B. in der neuen Produktion “Endlich frei! – Die Nelson Mandela Story“) entschied er sich begeistert, als Moderator und Sänger mitzumachen. Hierbei lag ihm besonders am Herzen, die Ray Charles Titel in der Revue selbst zu übernehmen. Schließlich spielt er die Soul-Legende seit 2005 auch in dem Musical „Ray Charles – The Genius of Soul“. In der SWEET SOUL MUSIC REVUE ist er mit Georgia, Unchain My Heart und natürlich mit dem Ray Charles Superhit What‘d I Say zu hören.

Ray Charles


Mit Ray Charles Robinson – genannt Ray Charles – beginnt die Geschichte des Soul. Der Sänger, Pianist und Komponist prägte die Zauberformel: Gospel + Blues = Soul! Sein erstes Stück nach diesem neuen Konzept ist I Got A Woman. Der Titel schlägt in die Nachkriegskultur der USA ein wie eine musikalische Bombe. Die aus dem 2. Weltkrieg heimgekehrten „Farbigen“ finden in seiner Musik ihr neues Selbstbewusstsein ausgedrückt. Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte beginnt.

Seit dem Film „Ray“ kennt ein breites Publikum seine Geschichte. Schwarz, in Armut geboren, fast zwei Jahrzehnte lang heroinabhängig, ein Künstler, der sich nie in eine Schublade sperren ließ. Trotz unzähliger Niederlagen, Rassismus und Intrigen lässt Ray sich nicht unterkriegen. Er stirbt 2004 als eine der erfolgreichsten Legenden des Musikbusiness. Georgia wird zur Nationalhymne seiner Heimat. Und das nachdem er dort zehn Jahre lang Auftritts-Verbot hatte.

Jimmy James


Durch die US-Army kommt Jimmy 1962 nach Heidelberg. In den 60er Jahren lernt er Klaus Gassmann kennen. Das legendäre Wilson Pickett-Konzert im Februar 1968 in der Jahrhunderthalle in Frankfurt gibt die Initialzündung: Der ehemalige SAP Manager Gassmann wird vom Soul-Virus infiziert. Er muss Soulmusik machen und das geht nur mit Jimmy James – zunächst bei „Back On Stage“ und später bei „Soulfinger“.

Jimmy James kam natürlich über den Gospel zum Soul. Ob James Brown oder Otis Redding – er bietet immer authentischen „Old School“ Soul. Bei Sweet Soul Music (Arthur Conley), If You Don´t Know Me By Now (Harold Melvin & The Blue Notes), Man´s World und I Feel Good (James Brown) sowie bei Ain´t Proud Too Beg (The Temptations) tritt Jimmy James als Solist in der SWEET SOUL MUSIC REVUE auf. Dazu ist er bei den Four Tops- und The Temptations-Medleys vertreten.

Arthur Conley


Arthur Conley singt schon als Teenager in den Clubs von Georgia, wo ihn Otis Redding sieht und ihn sofort unter Vertrag nimmt. Beide schreiben gemeinsam den unbekannten Sam Cooke-Song Yeah Man um und nennen ihn Sweet Soul Music. 1967 wird der Song zur Soul-Hymne schlechthin. Otis sieht in dem jüngeren Conley eine Art musikalischen „Ziehsohn“. Conley hingegen vergöttert sein Vorbild.

Auf dem ersten Konzert von Stax Music in Europa, kommt es wegen der scheinbaren Bevorzugung von Conley durch Otis Redding zum Krach mit den anderen Soulstars von Stax. Dennoch werden die Konzerte in England eine Sensation. Kurz darauf stirbt Otis Redding bei einem Flugzeugabsturz. Zwar hat Arthur mit Funky Street nochmals einen großen Hit, doch die Karriere kommt nach dem Tod seines Förderers nicht mehr so recht in Fahrt. 1988 versucht er als Lee Roberts ein musikalisches Comeback, das scheitert. Bis zu seinem Tod 2003 tingelt er in Oldie-Shows.

Laeh Jones


Ebenfalls aus Detroit stammend, wurde Laeh Jones der Soul bereits in die Wiege gelegt. Ihr Vater Warren Harris war Sänger in der Motown-Gruppe The Monitors, die mit dem Hit Greetings This Is Uncle Sam und Say You bekannt wurden. Und auch ihre Mutter war Sängerin. Laeh selbst ist ehemaliges Mitglied der Gospel-Gruppe Witness, die mit dem Stellar Award ausgezeichnet wurde und für zahlreiche Preise nominiert war, wie z.B. den Grammy. Mit der Gruppe war sie mehr als 14 Jahre in den USA lang unterwegs. Darüber hinaus stand sie in zahlreichen Stücken auf der Bühne und performte mit Künstlern wie Lionel Richie, Stevie Wonder, Ann Nesby u.v.m.

Derzeit lebt Laeh in Kaiserslautern und ist seit 2010 mit der SWEET SOUL MUSIC REVUE zu erleben. Des Weiteren ist sie Mitglied der Gruppe NE Kombination, die sich den Genres Jazz, R&B, Classic Soul, Pop und Gospel verschrieben hat.

Etta James


?Etta James schenkte einst dem Soul den Sex!? titelte ?DIE WELT? zu ihrem 70. Geburtstag. Ihre erste Solo-Single l?st eine Diskussion ?ber Obsz?nit?t in der Musik aus. ?Wenn es im Blues um Liebe und Verlust ging, dann schrieb Etta den Soundtrack dazu? res?miert Bill Wyman in seinem Buch ?Blues?. Und in der Tat kann die K?nstlerin den Blues in ihrem Leben voller ?up?s and down?s? nie los werden. Zwischen 1960 und 1967 hat sie zahlreiche Hits, wie At Last und Tell Mama, aber ihre Heroinsucht verhindert den gro?en Durchbruch.

1974 wird sie nachhaltig therapiert und schafft trotzig ihr Comeback. Und endlich kommen die lang ersehnten und verdienten Anerkennungen: Hall of Fame, Grammy, Living Blues Award, Engagements auf dem Montreux-Jazzfestival und im Vorprogramm der Rolling Stones. Am 14. Januar 2011 berichtet die BBC, dass Etta James unter Demenz leidet und sich zus?tzlich einer Leuk?mie-Behandlung unterziehen muss.

Daniel Stoyanov


Only You – Wenn Daniel Stoyanov bei der SWEET SOUL MUSIC REVUE den Klassiker von The Platters aus dem Jahre 1955 singt, geht ein Seufzen durch den Raum.

Geboren wurde Daniel Stoyanov als Sohn einer Künstlerfamilie in Sofia, Bulgarien. Als er vier Jahre alt ist, wandern seine Eltern mit ihm nach Deutschland aus. Früh entdeckt der charismatische junge Mann seine Liebe zur Musik. Schon in jungen Jahren beginnt Daniel Stoyanov seine eigenen Texte zu schreiben. Eigeninitiative ist ein Charakterzug von Daniel. Er klopft bei der Naidoo-Herberger Produktion Söhne Mannheims an und findet Anerkennung und Unterstützung. Seitdem tritt Daniel immer wieder mit Xavier Naidoo auf. 2008 erscheint sein erstes eigenes Album Draußen vor der Tür. Klaus Gassmann hat Daniel 2006 für die SWEET SOUL MUSIC REVUE entdeckt. Seitdem gehört er zum Ensemble der Revue.

Sam Cooke


Sam Cookes Charme und Charisma gepaart mit seiner außergewöhnlich wohlklingenden Stimme machen ihn zu einem Star in der Gospelszene. Unter dem Einfluss von J. W. Alexander, dem Paten des Soul, traut sich Sam Cooke schließlich sein Talent für eine Karriere mit weltlicher Musik zu nutzen.

Die Veröffentlichung seiner Single You Send Me bringt den Durchbruch. Er produziert Stand By Me, das durch Ben E. King weltweit Erfolg hat und It´s All Over Now – ein Hit, den vor allem weiße Bands erfolgreich covern. 1964 bringt Cooke jedoch ein Stück heraus, das ihn entgültig unsterblich machen wird: A Change Is Gonna Come. Zunächst bleibt der Titel ein Geheimtipp. Erst Jahrzehnte später wird er zur Hymne des neuen Amerika. Am 11. Dezember 1964 wird Sam Cooke von einer Motel-Besitzerin erschossen. Zur Beerdigung kommen 200.000 Fans und Ray Charles singt den Gospel Angels Keep Watching Over Me.

Sam & Dave


Alligatorschuhe, perfekt sitzende Anzüge, Sonnenbrillen – dressed up und cool! Heiß dagegen ihre Bühnenshow. Ihre Show ist eine „der am sorgfältigsten ausgearbeiteten Attraktionen der Popmusik“ (New YorkTimes). Die Gage von 1,5 Millionen $ im Jahr wird zum Großteil für einen standesgemäßen Lebenswandel ausgegeben. Sam & Dave sind in den 1960er Jahren Soul-Superstars. Ihr Markenzeichen ist der Hit Soulman. Dieser Song spiegelt wie kein anderer die Aufbruchstimmung in der Black Community wieder.


Einen großen Anteil am Erfolg des Duos haben Isaac Hayes und David Porter. Den beiden verdanken sie ihre Erfolgstitel: Hold On I´m Coming, Soul Man, You Don’t Know, Something Is Wrong With My Baby, Soothe Me, Soul Sister, Brown Sugar, uvm. 1968 verlieren Sam & Dave durch einen Wechsel zu Atlantic Records die Unterstützung des Stax-Labels. Der Erfolg geht zurück. Drogen und Schulden sind die Folge – es kommt zum Streit, 1970 trennt sich das Starduo.

Waldo Weathers


Ein weiterer Garant für die Authentizität der SWEET SOUL MUSIC REVUE ist Sir Waldo Weathers. Er war 15 Jahre lang Mitglied der legendären James Brown Band. Als Nachfolger von P. W. Ellis und Marceo Parker dient er mit seinen „Golden Horns“ dem „Godfather of Soul“. Noch drei Tage vor dem Tod von James Brown steht er gemeinsam mit ihm auf der Bühne. Zusammen mit Michael Jackson nimmt er bei der „Fairwell Soul Party“ für den Soul-Giganten in Augusta teil.

Waldo kommt aus Kentucky. Sein Einstieg in die Soul-Szene erfolgt durch den Rhythm & Blues. Im Nashville Music Guide wird Waldo Weathers als bester R&B- Saxophonist aufgeführt. Unter anderem spielte er für Dr. John, B.B. King, Jerry Lee Lewis, Little Richard und Bo Diddley. In der SWEET SOUL MUSIC REVUE tritt Sir Waldo Weathers neben seinen Saxophonsoli auch als Sänger von Shotgun (Jr.Walker), von Cold Sweat (James Brown) und im Temptations-Medley auf.

James Brown


Wie kein anderer Künstler bringt James Brown den Soul mit seinen afrikanischen Wurzeln in Berührung. Mit ihm beginnt Rap, Funk und der überwältigende kommerzielle Erfolg von afro-amerikanischen Superstars. Michael Jackson, Prince und auch Miles Davis bekennen sich zu James Brown als ihren Inspirator. Der „klassische“ Soul von Ray Charles über Sam Cooke und Otis Redding bis Aretha Franklin steht für die Bürgerrechtsbewegung. James Brown ist der Sound von „Black is beautiful“. „Say it loud - I´m black and I´m proud!“ schreit er der Schwarzen Jugend ins Bewusstsein. Und sein Titel Sex Maschine ist der musikalische Keilriemen für die Kulturrevolution der 68er in Europa.

Trotz allem Glamour und Skandalen ist er zu Recht der selbsternannte „Godfather of Soul“. Nicht nur weil er unzählige Musiker beeinflusst und hervorgebracht hat, sondern weil er sich bis zuletzt ehrlich und leidenschaftlich für den „aufrechten Gang“ der Afro-Amerikaner engagiert hat.

Marites Dabasol Smith


„Lady Dynamite” – mit Temperament und Charme wirbelt die “Tina Turner” der SWEET SOUL MUSIC REVUE über die Bühne. Tess ist auf den Philippinen geboren, wo ihre Karriere zunächst als Tänzerin und Choreografin für das heimische Fernsehen beginnt. The Commodores entdecken den kleinen Tanz-Taifun für ihre Nightshift-Asia-Tour. Tess arbeitet auch für Cindy Lauper und Kenny Loggins.

In der Folgezeit tourt sie quer durch die USA. Sie tritt bei Musicals und Variety-Shows auf und tanzt in Las Vegas. Inzwischen haben sie der Soul und die Liebe nach Deutschland geführt. Mit ihrer eigenen Tina Turner-Tribute-Show ist sie europaweit unterwegs. Tess singt in der SWEET SOUL MUSIC REVUE Wilson Picketts Land Of 1000 Dances und Ike & Tina Turner’s Mega-Hits Proud Mary, Nutbush City Limits und natürlich River Deep – Mountain High.

Ike & Tina Turner


Mit Ike & Tine Turner beginnt die Entwicklung der Sweet Soul Music zur modernen Show. Ihre Musik ist die Brücke vom Soul zum Rock. 1960 nehmen Ike & Tina Turner ihre erste gemeinsame Platte auf, A Fool In Love. Es folgen It´s Gonna Work Out Fine und die erste Grammy-Nominierung. Der Plattenerfolg der beiden ist jedoch nichts im Vergleich zu dem Triumph ihrer Revuevorstellungen. 1966 schließlich beginnt mit River Deep – Mountain High der ganz große Siegeszug. Jahre später bestätigen Proud Mary und Nutbush City Limits die internationale Bedeutung von Ike & Tina Turner. Die Höhepunkte ihrer Duo-Karriere: Grammy Award, Hall of Fame, Opener für die Rolling Stones-Tour.

1976 flüchtet Tina nach einer Show vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Sie lässt sich scheiden und beginnt ihr eigenes (Künstler)Leben. Tina Turner kann inzwischen auf acht Solo-Grammys zurückblicken. Sie gilt als erfolgreichste lebende Sängerin der Welt.

Edward Wade


Edward Wade, geboren in Nashville Tennessee, startete seine Karriere als professioneller Soulsänger im Alter von 17 Jahren, wo er begann in verschiedenen Venues, auf Hochzeiten, in Hotels, bei Firmenfeiern und auf Festivals aufzutreten.

Er arbeitete in den 1980er Jahren als Studiokünstler für das Buena Vista Plattenlabel, war später als Vorgruppe für u.a. The Temptations und Cameo and the Chi-lites, als Lead Singer bei Waldo Weather & the Mix, Tony Coleman and the BB Kings House Rockers, The Drifters und den Four Tops zu erleben. Er stand bei der Tribute-Show Sonomar auf Mallorca auf der Bühne und ist darüber hinaus als Solokünstler tätig.

The Four Tops


The Four Tops sind eine Formation, die fast f?nf Jahrzehnte lang in unver?nderter Besetzung aufgetreten ist. Die Schulfreunde Levi Stubb, Lawrence Payton, Renaldo ?Obi? Benson und Abdul ?Duke? Fakir gr?nden 1953 das Ensemble. Berry Gordy entdeckt ihr hohes Potential und 1964 gehen die Four Tops bei Motown unter Vertrag. Die Hausautoren Holland, Dozier und Holland (HDH) schreiben f?r das Quartett einen Erfolgstitel nach dem anderen. Es entstehen Klassiker wie I Need Your Loving, Sugar Pie Honey Bunch oder Reach Out I?ll Be There. Als HDH Motown verlassen, ?ndert sich der Four Tops-Sound zu einem konzertanten Stil.

Doch sie k?nnen nicht mehr an ihre gro?e Zeit ankn?pfen. Sie geh?ren aber weiter zum Show-Establishment. Ihr Song Are You Man Enough wird f?r den ?schwarzen? James Bond Film ?Shaft? produziert. Ihr letzter Top-Ten Hit ist 1989 Loco in Acapulco

Gladys Knight & the Pips


Gladys Knight & the Pips ist eine Gruppe, die den New Soul nach der klassischen Goldenen Ära eingeleitet hat. Die Formation ist ein Familienunternehmen: neben Gladys singen ihr älterer Bruder, ihre Schwester, Cousine und Cousin. Die erste Platte des Quintetts ist 1957 Whistle My Heart. Die Band tourt im Vorprogramm von B.B. King und Sam Cooke. Es kommen die ersten großen Erfolge und 1966 nimmt Motown die Band unter Vertrag.


Es entstehen Hits wie Friendship Train, If I Were Your Woman und Help Me Make It Through The Night. 1967 toppt I Heard It Through The Grapevine alle Erfolge. 1969 folgt Midnight Train To Georgia. 1974 belohnen zwei Grammys die herausragende Arbeit der Gruppe. Doch der Erfolg hält nicht an. Gladys verdächtigt Motown des Tantiemenbetrugs und wechselt zu Columbia Records. Es kommt zum Prozess, der die Gruppe sprengt. Aber auch als Einzelkünstlerin kann die „Empress of Soul“ bestehen.

Motown


In der Geschichte der Sweet Soul Music spielen Plattenlabels eine wichtige Rolle. Eine Firma jedoch hat, wie keine andere, globale Musikgeschichte geschrieben: Motown. 1959 wurde sie von Berry Gordy jr. in der Garage seines Einfamilienhauses in der Motorstadt Detroit gegründet (Motown = Motor Town). Das Startkapital betrug 800 $.

In der Blütezeit von Motown kommen 30% der amerikanischen Top-Ten-Hits aus dem Haus des Pop-Hexenmeisters in Detroit. Berry Gordy will junge schwarze Künstler aufbauen, sie zum Erfolg führen. Er will „Schwarzen Soul (auch) für Weiße machen“. Zur Topzeit stehen u.a. The Marvelettes, Diana Ross & the Supremes, Gladys Knight & The Pips, The Four Tops, The Temptations, Stevie Wonder und The Jackson Five unter Vertrag. Ende der 60er Jahre ist Motown das erfolgreichste Unternehmen der USA, das von Afro-Amerikanern geführt wird. Motown hat endgültig gezeigt, dass die Welt im 20. Jahrhundert durch die schwarzen Künstler moderner klingt.

The Temptations


Paul Williams, Otis Williams, Elbridge „Al“ Bryant, Eddie Kendricks und Melvin Franklin sind The Temptations. Sie haben sich 1960 in „Motor-Town“ Detroit zusammengeschlossen und werden zu den männlichen Superstars von Motown. Die Hits dazu stammen vor allem aus der Feder von Smokey Robinson: My Girl, Since I Lost My Baby, Ain´t Too Proud To Beg oder der Nr.1-Hit Just My Imagination. 1973 wird Williams in der Nähe der Motown-Büros tot in seinem Auto aufgefunden. Wegen seiner schlechten Gesundheit, Eheproblemen und 80.000 $ Steuerschulden hat er sich eine Kugel in den Kopf geschossen.

Um die Gruppe zu retten, wird ihr ein Soundwechsel verordnet. 1972 erreichen sie mit Papa Was A Rolling Stone den Gipfel ihrer Karriere. Danach geht es langsam bergab: Ständiger Wechsel der Besetzung, der Plattenfirma und dazu Drogen. Dennis Edwards führt zurzeit den Namen als Show-Band weiter.

Derrick Alexander


Very Superstitious…….! Wenn Derrick Alexander die Stevie Wonder-Nummer singt, glaubt man der blinde Großmeister des Soul sei persönlich anwesend. Der sympathische Sänger wurde in der Motown City Detroit geboren. Er begann seine steile Gesangskarriere in einem Gospelchor und kam später mit der US Army nach Deutschland. Als einer der besten US Gospel-Sänger wurde er in den „United States Army Europe Soldier Chorus“ berufen.

Bei der SWEET SOUL MUSIC REVUE ist er verantwortlich für alle mehrstimmigen Arrangements. Derrick singt als Solonummer bei der SWEET SOUL MUSIC REVUE von Stevie Wonder I Wish und Superstitious. Dazu singt er im Duo bei den Sam & Dave-Tributes: Soul Man, Hold On I´m Coming, I Take What I Want, Soothe Me und übernimmt die Soli in I Can´t Help Myself (The Four Tops) und bei dem Temptations-Hit Papa Was A Rolling Stone.

Stevie Wonder


Ende der 1960er Jahre droht die Sweet Soul Music ihre Faszination zu verlieren. Bis ein junger, blinder Musiker aus Michigan die Dynastie der Soul-Giganten von Sam Cooke, Ray Charles und James Brown fortführt. Sein Name: Stevie Wonder. Ronnie White von The Miracles bringt ihn zu Motown-Records. Die Single-Auskopplung Fingertipps aus seinem ersten Konzert im Apollo kommt auf den Markt. Sie landet unter den zehn meist verkauften Platten des Jahres 1963. Bei der Aufnahme ist Wonder gerade 12 Jahre alt.

In der Folgezeit wird Stevie zum Hit-Garant für die Detroiter Musikfabrik und zu ihrem finanziellen Retter. Uptight, For Once In My Life oder I Was Made To Love Her sind Beispiele für Mega-Seller in dieser Zeit. 1971 trennt sich der Ausnahme-Künstler zunächst von seiner Plattenfirma. In künstlerischer Unabhängigkeit entwickelt sich Stevie endgültig zum Erneuerer des Soul. Er erhält 25 Grammys und den Grammy Lifetime Award.

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